Kollegiale Beratung

als Instrument der Personalentwicklung

Anders als bei der Supervision durch einen externen Experten reflektieren und beraten sich bei der Kollegialen Beratung die Teilnehmer selbst (Introversion). Es geht um kritisch erlebte Situationen eines Teilnehmers, für die er einen neuen Lösungsansatz sucht. Es findet keine Therapie oder tiefenpsychologische Analyse statt.

Der Phasenablauf der Kollegialen Beratung und die Kommunikationsregeln können schnell von den Beteiligten selbst gelernt werden.
  • Die wichtigsten Regeln für kollegiale Beratung:
  • Keine Diskussion einzelner Meinungen und Vorschläge
  • Keine Ratschläge zur Problemlösung vor der dafür vorgesehenen Phase
  • Abwechselndes Rederecht für den Falleinbringer oder die Berater.
  • Gruppengröße: 6-10 Personen
  • Gut geeignet für Teams oder Führungskräfte
  • Treffen alle 6-8 Wochen

Vorteile der Kollegialen Beratung

  • ist schnell zu erlernen
  • macht unabhängig von externen Hilfen
  • erschließt neue Lösungsmöglichkeiten
  • stärkt das Selbstbewusstsein
  • motiviert zu eigenen Aktivitäten
  • lässt Sie authentisch und souverän als Führungskraft oder Fachkraft auftreten
  • fördert Lernen und persönliche Entwicklung
Regelmäßig praktizierte Kollegiale Beratung hat außerdem einen sehr positiven Einfluss auf die Teamentwicklung. Es fördert Vertrauen und gegenseitige Achtsamkeit.

Themenbeispiele einer seit drei Jahren bestehenden Kollegialen Beratungsgruppe von Geschäftsführern, Altenheim- und Pflegedienstleitungen im Kreis Osnabrück:
  • Dominanzstreben einer Hauswirtschaftsleitung gegenüber der Pflege
  • Rollenüberschreitung einer Qualitätsbeauftragten
  • Streuen von Gerüchten hinter dem Rücken der Leitung
  • Neue Wohnbereichsleitung reagiert nicht auf Kritik an ihrem Führungsstil
 

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